ÜBER MICH

KunstRaum O

Helmut Zbeczka

Zeichnugen

Objekte

Raumgestaltung


Über mich

Geboren 1953 in Nattheim bei Heidenheim, Deutschland ( ca. 40 km nördlich von Ulm )

Seit 1976 verheiratet, einen Sohn und mittlerweile 2 Enkelkinder

heute leben wir in Oggenhausen, einem Ortsteil von Heidenheim

nach Haupt- und Realschule 1969 - 1973 Werzeugmacherlehre bei der Fa. Siemens

danach bis 1975 Werkzeugmacher bei der Fa , Siemens

1975 bis 1982 Bundeswehr - Luftwaffe in Neuburg an der Donau

1982 - 1986 Fachhochschulreife und Studium an der Fachschule für Maschinenbau in Ingolstadt

1986 - 1990 Konstrukteur für Wasserturbinen bei der Fa. Voith in Heidenheim

1990 - Wechsel in die Anlagenplanung für Anlagen zur Papiererzeugung ebenfalls bei der Fa. Voith

die letzten 15 Jahre bis zu meinem Ausscheiden Projektleiter für Anlagen zur Papiererzeugung zuerst für Umbauten in Europa danach für Neuanlagen vorwiegend in Asien.

2011 - aufgrund der Wirtschaftskrise 2008 und Niedergang der Papierproduktion weltweit für graphische Papiere - Freistellung in den Vorruhestand

2017 - Ruhestand

Seitdem habe ich endlich Zeit, für das, was vorher nur Ausgleich für den beruflichen Alltag war, intensiver zu betreiben. Zeichnen und kreatives Gestalten war schon immer meine Leidenschaft

Begonnen habe ich mit dem Zeichnen bereits während meiner Schulzeit. Meistens irgendwelche Comicfiguren. Dies hat sich aber während meiner Jugendzeit wieder verloren.

Damals waren andere Dinge wichtiger.

Erst während meiner Zeit bei der Bundeswehr wurde mein Interesse für die Malerei wieder geweckt. Begonnen habe ich damals mit Ölmalerei.

Die Wende brachte dann ein Bildband über Bruno Bruni - Diario von 1981, den ich in einer Zeitschrift entdeckt und bestellt habe. Ich war begeistert von den Skizzen, Zeichnungen, und Lithographien. Mädchenakte, Umarmungen, Faltenlandschaften, Menschen ohne Gesichter, Ankunft und Abschied waren die bestimmenden Motive. Von nun an war mir klar - so wollte ich auch zeichnen.

Bleistift, Ölpastell und Papier waren nun meine bevorzugten Arbeitsmaterialien.

Den Bildband besitze ich - neben andern - immer noch und ich bin auch immer noch begeistert vom Malstil Bruno Brunis.

Später ergab sich dann auch über meinen Beruf eine enge Beziehung zu dem Material Papier.

Selbstverständlich, dass jetzt für mich beim Zeichnen das Material Papier eine immer größere Rolle spielte. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, welchen Einfluss Papier auf den Ausdruck einer Zeichnung haben kann.

Über Bruno Bruni kam ich dann auch auf den Maler, Zeichner, Graphiker u. Bildhauer Paul Wunderlich.

( Bruno Bruni war 1962 - 1965 Student bei Paul Wunderlich )

Aber auch lokale Künstler wie der Heidenheimer Zeichner Hartmut Rüger haben mich immer wieder beeindruck und sind vielleicht ein Stück weit in meinen Zeichnungen wieder zu finden.

Wobei ich das Zeichnen stets nur als Hobby betrieben habe und ich mich keinesfalls mit den oben genannten Personen vergleichen will. Jedenfalls waren dies die Personen, die mich zu einem großen Teil auch in meiner Art zu zeichnen beeinflusst haben.

Für mich war zeichnen ein Gegenpol für den Beruf. Zeichnen gab mir Entspannung und Ausgleich. Sie können mir glauben an einer Bleistiftzeichnung Format 100 x 70 cm den Hintergrund zu zeichnen hat etwas erholsam meditatives. Ich kann dabei über vieles nachdenken - berufliche Probleme, private Entscheidungen oder was auch immer - und ich habe mittlerweile einige Zeichnungen in diesem Format gezeichnet. Große Formate bevorzuge ich ohnehin. Sie kommen meiner Art zu zeichnen entgegen. Geben meinen Zeichnungen mehr Ausdruck. Ausdruck und Zeichentechnik sind ohnehin abhängig von verschiedenen Faktoren - Lebensumstände , zunehmende Beschäftigung mit dem Thema Kunst, Werke anderer Künstler, Begegnungen, die die eigene Arbeit beeinflussen usw.

Zeichnungen sind auch immer ein Stück weit Ausdruck des inneren Zustandes. Bei jeder Veränderung im Leben gab und gibt es auch einen Veränderung in meinen Zeichnungen. Gefühle und Stimmungslagen spiegeln sich beim Zeichnen immer wieder. Krankheit oder meinem Ausscheiden aus dem Berufsleben haben meine Bilder verändert. Diese Bilder gibt es nicht mehr.

Jetzt gefallen mir die Bilder wieder - bedeutet ich bin angekommen und mit meinem Leben im Reinen. Mittlerweile sind meine Zeichnungen auch geradliniger, konzentrieren sich auf ein Motiv und sind nicht mehr so überladen wie zu früheren Zeiten. Meist Personen figurenhaft, manchmal auch Tiere mit einer bestimmten Gestik. Der Ausdruck ist mir dabei immer wichtiger als eine bestimmte Aussage. Nur manchmal, wenn mich ein Thema beschäftigt versuche ich das in einem Bild zum Ausdruck zu bringen.

Dies hängt vielleicht auch damit zusammen, dass mich heute auch Bildhauerarbeiten u.a. von Eric Perathoner, Aron Demetz, Walter Moroder oder Wolfgang Stiller faszinieren. So habe ich mittlerweile auch begonnen Objekte herzustellen. Zum Teil auch mit Schwemmholz aus dem Bodensee, das ich hin und wieder bei längeren Spaziergängen am See finde.

Für Ausstellungen war kaum Zeit. Der Beruf und die damit verbundenen Reisen haben es nicht zugelassen. Immer mal wieder in der Galerie Eiba in Heidenheim, die es aber heute nicht mehr gibt. Über die Volkshochschule oder zuletzt 1985 im Kulturbahnhof in Hermarigen.

Ich habe auch nie einen Zeichenkurs besucht. Möchte ich auch nicht- war immer Autodidakt und habe meine eigene Vorstellung. Manchmal beginne ich zu zeichnen ohne zu wissen was am Ende dabei konkret herauskommt - oft aber habe ich eine genaue Vorstellung. Manche Zeichnungen mache ich mehrmals bis ich damit zufrieden bin.

Jetzt im Ruhestand hoffe ich mehr Zeit auch für die eine oder andere Ausstellung zu haben. Das wichtigste allerdings für mich ist auch weiterhin mit der Malerei Entspannung und Ausgleich zu finden. In den Wintermonaten sind es dann oft ganze Tage oder sogar Wochen, die ich mit zeichnen verbringe. Wie schon gesagt zeichnen hat etwas entspannendes, erholsames, eine Form von Meditation. Wenn ich an meinem Zeichentisch sitze, zeichne und durch die großen Fenster in der Blütezeit auf die angrenzende Streuobstwiese schaue oder im Winter auf den Schnee oder Nebel in den Bäumen dann weiß ich - alles richtig - zeichnen ist eine Form des Nachdenkens auf dem Papier.


Helmut Zbeczka